Lexikon
Stille Tage
Stille Tage sind Feiertage und Gedenktage, an denen das Landesrecht Veranstaltungen, Musik und Tanz einschränken kann, wobei die Liste je Bundesland unterschiedlich ausfällt, etwa mit Karfreitag, Volkstrauertag oder Totensonntag.

Stille Tage sind Feiertage und Gedenktage, an denen das Landesrecht Veranstaltungen, Musik und Tanz einschränken kann. Dazu zählen je nach Bundesland unter anderem Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag, Buß- und Bettag und Allerheiligen. Der Karfreitag fiel 2026 auf den 3. April, der Volkstrauertag auf den 15. November und der Totensonntag auf den 22. November (Feiertagsdaten, Stand 21.10.2026).
Stille Tage stehen im Kalender für Besinnung und Trauer. Die Länder regeln, welche Einschränkungen gelten, deshalb unterscheidet sich die Liste je nach Land. Eine einheitliche Vorschrift für alle Bürger gibt es nicht.
Am bekanntesten ist das Tanzverbot. Es betrifft an bestimmten stillen Tagen Tanzveranstaltungen und ist in den Ländern unterschiedlich geregelt. Die Bundesländer verankern ihre stillen Tage jeweils im eigenen Feiertagsrecht.
Die Ausgestaltung wechselt also von Land zu Land, auch wenn der Karfreitag in allen 16 Ländern als Feiertag gilt. Wer Veranstaltungen plant, prüft daher das Recht des jeweiligen Landes.
Wodurch unterscheidet sich ein stiller Tag von einem gewöhnlichen Feiertag?
Ein gewöhnlicher Feiertag ist ein freier Tag, der Anlass zum Feiern oder zur Ruhe gibt. Ein stiller Tag verbindet den freien Tag mit Einschränkungen für Veranstaltungen. Der Karfreitag ist beides: bundesweit gesetzlicher Feiertag mit besonderem Schutz als stiller Feiertag.
Der Volkstrauertag am 15. November 2026 ist dagegen kein gesetzlicher Feiertag, gilt aber als stiller Tag mit Tanzverbot. Der Totensonntag am 22. November 2026 ist ebenfalls stiller Tag, aber kein gesetzlicher Feiertag.
Welches Beispiel zeigt einen stillen Tag?
Das Bundesverfassungsgericht erklärte 2016 ein pauschales bayerisches Tanzverbot für verfassungswidrig, weil Ausnahmen aus wichtigen Gründen fehlten (Wikipedia, Stand 21.10.2026). Das Beispiel zeigt, dass ein Tanzverbot an einem stillen Tag gerichtlich überprüft werden kann.
Die stillen Tage im Jahr 2026 liegen am Karfreitag, 3. April, am Volkstrauertag, 15. November, und am Totensonntag, 22. November. Die Angaben stammen aus den Feiertagsdaten des Portals, Stand 21.10.2026.
Welche Begriffe gehören zu den stillen Tagen?
- Karfreitag: bundesweit gesetzlicher Feiertag mit besonderem Schutz, 2026 am 3. April.
- Volkstrauertag: Gedenktag für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, 2026 am 15. November.
- Totensonntag: evangelischer Gedenktag für die Verstorbenen, 2026 am 22. November.
- Buß- und Bettag: Tag der Besinnung, der nur in Sachsen gesetzlicher Feiertag ist.
- Tanzverbot: Einschränkung für Tanzveranstaltungen an bestimmten stillen Tagen.
Die Angaben sind allgemeine Information. Die Einschränkungen regeln die Länder in ihren Feiertagsgesetzen. Für konkrete Veranstaltungen klären Sie Auflagen mit der zuständigen Behörde des Landes.
Häufige Fragen zu stillen Tagen
Sind alle stillen Tage gesetzliche Feiertage?
Nein. Der Karfreitag ist bundesweit gesetzlicher Feiertag, der Volkstrauertag und der Totensonntag dagegen nicht. Die Liste der stillen Tage unterscheidet sich je Bundesland und umfasst auch Buß- und Bettag und Allerheiligen (Stand 21.10.2026).
Gilt das Tanzverbot überall?
Nein. Das Tanzverbot ist in den Ländern unterschiedlich geregelt und gilt nicht pauschal in allen Bundesländern. Das Bundesverfassungsgericht erklärte 2016 ein pauschales bayerisches Tanzverbot für verfassungswidrig (Stand 21.10.2026).
Auf welche Wochentage fallen die stillen Tage 2026?
Der Volkstrauertag 2026 fällt auf den 15. November, einen Sonntag, der Totensonntag auf den 22. November, ebenfalls einen Sonntag. Der Karfreitag 2026 fällt dagegen auf einen Freitag, den 3. April (Feiertagsdaten, Stand 21.10.2026).
Weiterlesen: Gedenktage in Deutschland: Überblick und Hintergründe, Brückentage und Urlaubsplanung: Lange Wochenenden gewinnen und Tanzverbot.
Häufige Fragen
Sind alle stillen Tage gesetzliche Feiertage?
Nein. Der Karfreitag ist bundesweit gesetzlicher Feiertag, der Volkstrauertag und der Totensonntag dagegen nicht. Die Liste der stillen Tage unterscheidet sich je Bundesland und umfasst auch Buß- und Bettag und Allerheiligen (Stand 21.10.2026).
Gilt das Tanzverbot überall?
Nein. Das Tanzverbot ist in den Ländern unterschiedlich geregelt und gilt nicht pauschal in allen Bundesländern. Das Bundesverfassungsgericht erklärte 2016 ein pauschales bayerisches Tanzverbot für verfassungswidrig (Stand 21.10.2026).
Auf welche Wochentage fallen die stillen Tage 2026?
Der Volkstrauertag 2026 fällt auf den 15. November, einen Sonntag, der Totensonntag auf den 22. November, ebenfalls einen Sonntag. Der Karfreitag 2026 fällt dagegen auf einen Freitag, den 3. April (Feiertagsdaten, Stand 21.10.2026).
Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die amtlichen Feiertagsgesetze der Länder und die genannten Quellen. Termine sind berechnet oder aus den genannten Quellen übernommen, Stand siehe Seite.