Staatliche Gedenktage in Deutschland sind der 27. Januar (Opfer des Nationalsozialismus, seit 1996) und der Volkstrauertag (2026 am 15. November, seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Advent). Beide sind keine gesetzlichen Feiertage, der Volkstrauertag ist ein stiller Tag mit Einschränkungen für Musik und Veranstaltungen. Kirchliche Gedenktage sind der Totensonntag, 2026 am 22. November, Allerheiligen und der Reformationstag (Stand 21.10.2026).
Welche staatlichen Gedenktage gibt es in Deutschland?
Zwei staatliche Gedenktage prägen das Kalenderjahr in Deutschland: der 27. Januar als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und der Volkstrauertag im November. Beide sind keine gesetzlichen Feiertage, der Volkstrauertag gilt aber als stiller Tag (Wikipedia, Abruf 21.10.2026).
Der 27. Januar geht auf eine Proklamation von Bundespräsident Roman Herzog vom 3. Januar 1996 zurück. Anlass ist die Befreiung von Auschwitz im Jahr 1945. Die Vereinten Nationen kennen den Tag seit 2005 als internationalen Gedenktag (Wikipedia, Abruf 21.10.2026). 2026 fällt der 27. Januar auf einen Dienstag.
Das Lexikon beschreibt den Tag im Eintrag Holocaust-Gedenktag. Ein Gedenktag erinnert an Ereignisse oder Menschen, ohne dass Beschäftigte frei haben. Die Begriffe grenzt der Eintrag Gedenktag ab.
Wie ist der Volkstrauertag geregelt?
Der Volkstrauertag liegt seit 1952 am Sonntag zwei Wochen vor dem ersten Advent. 2026 ist er am 15. November, 2027 am 14. November. Er ist kein gesetzlicher Feiertag, gilt aber als stiller Tag (Wikipedia Volkstrauertag, Abruf 21.10.2026).
Die Geschichte des Tages beginnt 1919 mit dem Vorschlag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die erste Gedenkstunde im Reichstag fand 1922 statt. Seit 1952 gilt die heutige Terminregel, die den Tag an den Advent bindet. Der erste Advent fällt 2026 auf den 29. November und 2027 auf den 28. November.
Aus der Regel ergibt sich die Reihenfolge im November: Volkstrauertag, Buß- und Bettag am Mittwoch danach in Sachsen, Totensonntag eine Woche nach dem Volkstrauertag, danach der erste Advent. Das Lexikon erklärt beide Sonntage in den Einträgen Volkstrauertag und Totensonntag.
Welche Gedenktage begehen die Kirchen?
Die Kirchen begehen im Spätherbst drei Gedenk- und Festtage: Reformationstag am 31. Oktober, Allerheiligen am 1. November und Totensonntag am letzten Sonntag vor dem ersten Advent. Der Buß- und Bettag ergänzt die Reihe in Sachsen als gesetzlicher Feiertag.
Allerheiligen gilt als gesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Der Reformationstag gilt in neun Ländern, darunter Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. Der Totensonntag ist ein kirchlicher Gedenktag für die Verstorbenen und liegt 2026 auf dem 22. November, 2027 auf dem 21. November.
Die Termine der Tage sind unterschiedlich gebunden. Reformationstag und Allerheiligen haben feste Daten. Totensonntag und Buß- und Bettag bewegen sich mit dem Kalender. Der Buß- und Bettag liegt am Mittwoch vor dem 23. November: 2026 am 18.11., 2027 am 17.11. (Feiertagsgesetze der Länder, Stand 21.10.2026). Allerheiligen und Reformationstag behalten ihre festen Daten, deshalb wechseln ihre Wochentage: 2026 fallen sie auf Sonntag und Samstag, 2027 auf Montag und Sonntag (Stand 21.10.2026).
Was sind stille Tage und welche Regeln gelten?
Stille Tage sind Tage, an denen die Länder öffentliche Veranstaltungen und Musik einschränken. Sie unterscheiden sich je Bundesland und umfassen unter anderem Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag, Buß- und Bettag und Allerheiligen (Wikipedia Stiller Tag, Abruf 21.10.2026).
Am bekanntesten ist das Tanzverbot. Das Bundesverfassungsgericht erklärte 2016 ein pauschales bayerisches Tanzverbot für verfassungswidrig, weil Ausnahmen aus wichtigen Gründen fehlten (Wikipedia Stiller Tag, Abruf 21.10.2026). Seither verlangt das Tanzverbot Ausnahmen aus wichtigen Gründen.
Die genauen Regeln stehen im Feiertagsgesetz des jeweiligen Landes. Das Lexikon fasst sie unter Stille Tage zusammen. Wer eine Veranstaltung an einem stillen Tag plant, klärt die Regeln bei der zuständigen Behörde des Landes.
Wie unterscheiden sich Gedenktag und Feiertag?
Ein Feiertag ist gesetzlich geregelt und arbeitsfrei, ein Gedenktag ist ein Erinnerungstag ohne Anspruch auf einen freien Tag. Die Drei-Fragen-Prüfung klärt jeden Tag: Wer hat ihn eingeführt, gilt er arbeitsfrei, und gelten Regeln für stille Tage?
| Tag | Datum 2026 | Wochentag | Rechtsstatus |
|---|---|---|---|
| Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus | 27.01.2026 | Dienstag | Gedenktag, kein Feiertag |
| Reformationstag | 31.10.2026 | Samstag | Feiertag in neun Ländern |
| Allerheiligen | 01.11.2026 | Sonntag | Feiertag in fünf Ländern |
| Volkstrauertag | 15.11.2026 | Sonntag | Gedenktag, stiller Tag |
| Buß- und Bettag | 18.11.2026 | Mittwoch | Feiertag in Sachsen |
| Totensonntag | 22.11.2026 | Sonntag | Kirchlicher Gedenktag, stiller Tag |
Die Tabelle zeigt, dass der Rechtsstatus nicht vom Anlass abhängt. Der Totensonntag und der Volkstrauertag erinnern an Verstorbene, doch beide sind keine Feiertage. Der Buß- und Bettag ist ein Feiertag, aber nur in Sachsen. Das Bundesland entscheidet über die Feiertage: Allerheiligen gilt in fünf Ländern, der Reformationstag in neun. Mehr zu den Unterschieden bietet Feiertage in Deutschland: Unterschiede zwischen den Bundesländern.
Wie begehen Sie Gedenktage angemessen?
Gedenktage begehen Sie angemessen mit Teilnahme an einer Gedenkstunde, mit stiller Einkehr und mit Rücksicht auf die Regeln stiller Tage. Veranstalter beachten Einschränkungen für Musik und Tanz, Beschäftigte klären freie Tage vorab mit dem Arbeitgeber.
- Prüfen Sie das Datum des Gedenktags im laufenden Jahr.
- Klären Sie die Regeln für stille Tage Ihres Bundeslandes.
- Informieren Sie sich über Gedenkstunden in Ihrer Gemeinde.
- Planen Sie Veranstaltungen ohne Musik oder Tanz an stillen Tagen.
- Besprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob der Tag arbeitsfrei ist.
Gedenkstunden haben in Deutschland eine lange Tradition: Die erste Gedenkstunde im Reichstag fand 1922 statt (Wikipedia Volkstrauertag, Abruf 21.10.2026). Heute laden Gemeinden, Kirchen und Verbände zu Veranstaltungen ein. Die Auswahl der Orte und Zeiten steht in den Mitteilungen der jeweiligen Gemeinde.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Feiertagsgesetze der Länder und die Regelungen der Gemeinden. Termine sind berechnet oder aus den genannten Quellen übernommen, Angaben ohne Gewähr, Stand 21.10.2026.
Weiterlesen: Gedenk-, Welt- und Aktionstage: Übersicht und Hintergründe, Welttage und Aktionstage im Jahr: Was sie sind und wer sie ausruft.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist der Volkstrauertag 2026?
Der Volkstrauertag 2026 fällt auf Sonntag, den 15. November. Er liegt zwei Wochen vor dem ersten Advent, der 2026 auf den 29. November fällt. 2027 liegt der Termin am 14. November (Wikipedia Volkstrauertag, Abruf 21.10.2026; berechnet, Stand 21.10.2026).
Ist der 27. Januar ein Feiertag?
Der 27. Januar ist kein gesetzlicher Feiertag, sondern der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Bundespräsident Roman Herzog führte ihn 1996 ein. 2026 fällt er auf einen Dienstag, Beschäftigte arbeiten regulär (Wikipedia, Abruf 21.10.2026).
Was bedeutet Tanzverbot an stillen Tagen?
Das Tanzverbot schränkt Tanzveranstaltungen und Musik an stillen Tagen ein, etwa am Karfreitag und am Totensonntag. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2016 sind Ausnahmen aus wichtigen Gründen nötig. Die Regeln legt jedes Land fest (Wikipedia Stiller Tag, Abruf 21.10.2026).
Welche Gedenktage sind in Deutschland gesetzliche Feiertage?
Von den Gedenktagen ist nur der Buß- und Bettag ein gesetzlicher Feiertag, und zwar in Sachsen. Reformationstag und Allerheiligen sind in einzelnen Ländern Feiertage. Der Volkstrauertag und der 27. Januar sind es nicht (Feiertagsgesetze der Länder, Stand 21.10.2026).
Quellen
Wikipedia, Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, https://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Gedenkens_an_die_Opfer_des_Nationalsozialismus, Abruf 21.10.2026. Wikipedia, Volkstrauertag, https://de.wikipedia.org/wiki/Volkstrauertag, Abruf 21.10.2026. Wikipedia, Stiller Tag, https://de.wikipedia.org/wiki/Stiller_Tag, Abruf 21.10.2026. Feiertagsgesetze der Länder, Termine berechnet, Stand 21.10.2026.
Häufige Fragen
Wann ist der Volkstrauertag 2026?
Der Volkstrauertag 2026 fällt auf Sonntag, den 15. November. Er liegt zwei Wochen vor dem ersten Advent, der 2026 auf den 29. November fällt. 2027 liegt der Termin am 14. November (Wikipedia Volkstrauertag, Abruf 21.10.2026; berechnet, Stand 21.10.2026).
Ist der 27. Januar ein Feiertag?
Der 27. Januar ist kein gesetzlicher Feiertag, sondern der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Bundespräsident Roman Herzog führte ihn 1996 ein. 2026 fällt er auf einen Dienstag, Beschäftigte arbeiten regulär (Wikipedia, Abruf 21.10.2026).
Was bedeutet Tanzverbot an stillen Tagen?
Das Tanzverbot schränkt Tanzveranstaltungen und Musik an stillen Tagen ein, etwa am Karfreitag und am Totensonntag. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2016 sind Ausnahmen aus wichtigen Gründen nötig. Die Regeln legt jedes Land fest (Wikipedia Stiller Tag, Abruf 21.10.2026).
Welche Gedenktage sind in Deutschland gesetzliche Feiertage?
Von den Gedenktagen ist nur der Buß- und Bettag ein gesetzlicher Feiertag, und zwar in Sachsen. Reformationstag und Allerheiligen sind in einzelnen Ländern Feiertage. Der Volkstrauertag und der 27. Januar sind es nicht (Feiertagsgesetze der Länder, Stand 21.10.2026).
Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die amtlichen Feiertagsgesetze der Länder und die genannten Quellen. Termine sind berechnet oder aus den genannten Quellen übernommen, Stand siehe Seite.
